Was wäre, wenn …? Eine Stadt probt ihren Untergang

Nürnberg, 2021

Design und Prototyping, Konzeption, Beratung und Begleitung, Projektumsetzung, Studien und Analysen, Workshops, Koproduktion / Partizipation, Social Entrepreneurship, Urbane Räume, Wissenschaft

Wie bringt man die Stadtgesellschaft dazu sich mit Krisensituationen auseinander zu setzen, deren Eintreten in Zukunft höchst wahrscheinlich ist, allerdings heute nur als abstrakte Bedrohungen wahrgenommen werden? Zum Beispiel dadurch, dass man die zukünftige Krise in die Gegenwart holt? „Was wäre, wenn?“ will es herausfinden!
Idee und Ziele

Katastrophen wie Erdbeben, Überflutungen, Cyber-Angriffe, Klima-Flüchtlinge, Energieknappheit, Waldbrände, Terror: Die Zukunft ist voller abstrakter Bedrohungen, die vielen Menschen Sorge bereitet. Doch was bedeuten diese Dinge konkret für jede Einzelne und jeden Einzelnen, für das Leben und Wirtschaften in der Stadt? Wie können wir uns als Stadtgesellschaft stärken, um den Widrigkeiten von Morgen selbstbewusst und resilient entgegenzutreten?

Das Urban Lab hat sich mit dem Projekt „Was wäre, wenn …?“ zum Ziel gesetzt, diese Fragen anhand eines konkret entwickelten Krisenszenarios zu klären. Das Szenario soll wissenschaftlich fundiert erarbeitet und konkret auf die Stadt Nürnberg zugeschnitten werden. Einmal erarbeitet, wird die fiktive Krise hautnah erlebbar in den friedlichen Alltag der Nürnberger*innen hereinplatzen und halb spielerisch halb alarmierend dazu aufrufen sich mit ihr zu befassen. Rund um die Inszenierung, werden durch einen lebhaften Austausch Ideen und Projekte gefördert, die die Stadtgesellschaft für den Ernstfall tragfähig machen.

Es soll ein übertragbares Vorgehen entwickelt werden, welches an verschiedenen Orten für verschiedene Themen Anwendung finden kann, die in der Zukunft konkret werden, aber bereits im Hier und Jetzt angepackt werden müssen.

Grundlegend für die Umsetzung ist das Szenario, das einen konkreten Krisenfall schildert, der in Nürnberg in den kommenden 30 Jahre mit relevanter Wahrscheinlichkeit eintreten kann. Mit Expert*innen aus der Wissenschaft und Praktiker*innen aus unterschiedlichen Sektoren der Stadtgesellschaft, werden die Folgen für verschiedenste Teilbereiche der Stadt erarbeitet.

Das Szenario von „Was wäre, wenn …?“ nimmt die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt mit auf eine fiktive Reise. Interventionen im öffentlichen Raum, Kultur- und Medienarbeit, sowie digitale Angebote erzählen die Geschichte der fiktiven Krise und laden zu Interaktion im Rahmen vielfältiger Angebote ein.

Begleitend dazu wird ein Beratungs- und Förderprogramm initiiert, das Ideen und Projekte fördert, die dazu beitragen, Strukturen in der Stadtgesellschaft für den Ernstfall zu stärken.
Zum Abschluss werden die geförderten Projekte und Ideen im Rahmen eines „Krisenfestivals“ präsentiert und zeigen, dass sich eine innovative und vernetzte Stadtgesellschaft zukünftigen Herausforderungen selbstbewusst stellen kann.
Alle Erfahrungen und Vorgehensweisen des Projektes werden schließlich in einer Publikation zusammengefasst und veröffentlicht, die zur Nachahmung des Konzeptes in anderen Kontexten anregen soll.

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