Metrolab

Metroporegion Nürnberg, 2014—2015

Design und Prototyping, Infrastruktur, Konzeption, Beratung und Begleitung, Projektumsetzung, Workshops, Vorträge und Diskurse, Social Entrepreneurship, Urbane Räume, Selbstermächtigung, Koproduktion / Partizipation

Auf bestehenden Initiativen gründend, wurde in der Metropolregion Nürnberg durch das Projekt Metro Lab ein europaweit einzigartiges Netzwerk innovativer Technologielabore aufgebaut. Diese FabLabs sind kreative Orte zur Ideenentwicklung, stehen allen Bevölkerungsgruppen offen und sollen das kreative Potenzial vor Ort anregen. Zugleich stehen die Förderung der regionalen Wirtschaft, die Bindung von Fachkräften sowie neuartige Bildungsangebote in Stadtquartieren im Fokus.

Ziel des Projektes war es, ein Netzwerk aus FabLabs aufzubauen, das die Metropolregion Nürnberg überspannt und allen Bevölkerungsgruppen offen steht. Erstmals in Deutschland lag der Fokus auf dem klein- und mittelstädtischen Raum und den Perspektiven, die FabLabs dort für die Stadt- und Standortentwicklung bieten. Unter dieser Zielvorstellung sollten in der Region Nürnberg bestehende Standorte gestärkt und lokale Neugründungen von FabLabs bewirkt werden. Im Ergebnis sollte eine einzigartige Struktur von Transferstellen von Wissen und Ideen für Bürger, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen entstehen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Projektes bestand darin, FabLabs bekannt zu machen und ihre Idee zu verbreiten. Hierfür wurden zahlreiche Vorträge bei kommunalen und übergeordneten Schnittstellen in der Region gehalten und persönliche Gespräche geführt. Bildungsinitiativen auf Landkreisebene, das Netzwerk der Zukunftscoaches für die Metropolregion wie auch die Wirtschaftsförderer der Region wurden über das Projekt aufgeklärt und über Unterstützungsangebote seitens des Metro Lab informiert. Weiterhin galt es, die kommunalen Akteure mit interessierten Bürgern zu vernetzen und entstandene Initiativen in den Kreis bestehender FabLabs einzubinden. Hierfür wurde mit LabLab ein Netzwerktreffen im Barcamp-Format organisiert.

Im Laufe des Projektes entstanden so zahlreiche FabLab-Initiativen und innerhalb der Region wurden diverse FabLabs gegründet. Die beabsichtigte Einbeziehung der gesamten Metropolregion ist gelungen. Der Projektträger hat hierzu verschiedenste Medien und Plattformen genutzt und erprobt. Mit dem Projekt konnten folglich konkrete Erkenntnisse dazu gewonnen werden, wie die Verbreitung von FabLabs gelingen kann und welche Bausteine dafür nötig sind bzw. welche eher unbrauchbar sind.

Betreute Projekte in der Metropolregion:
Repair Café Altdorf, FabLab Ansbach, FabLab Bayreuth, FabLab Neumarkt, FabLab Neustadt a.d.Aisch–Bad Windsheim, FabLab Nüland, Citymanagement Stadt Roth, FabLab Rothenburg, OpenLab Schwabach, Fab Lab Weißenburg/Gunzenhausen FabLab Würzburg

Das Projekt hat hierbei ein logisches Muster für die Initiierung und Gründung von FabLabs angewendet, welches die vier Bausteine Initiierung, Qualifizierung Vernetzung und Erprobung umfasst. Zur Initiierung und Qualifizierung haben sich Vorträge, FabLab-Führungen, Trainingscamps sowie eine methodische Unterstützung als gut geeignet erwiesen. Als weniger praktikabel wurden die ursprünglich geplanten Praktika eingestuft. Das „mobile FabLab“ (Roadshow) oder auch das „FabLab-Starterset“ waren nur schwer umsetzbar, werden aber dennoch als sinnvoll erachtet. Im Rahmen der Erprobung entstanden verschiedenste Formate mit denen unterschiedlichste Zielgruppen einbezogen wurden (u.a. Open Lab, Kids Lab, Team-Events für Unternehmen, Schulevents und Unterricht im FabLab).

In der Summe lässt sich feststellen, dass es viele Impulse aus FabLabs heraus zur Stadtentwicklung gibt beziehungsweisedass Impulse unterstützt werden. Die FabLabs sind hierbei als eine ergänzende Infrastruktur innerhalb der Quartiere zu sehen, die zur Vernetzung verschiedener Akteure und Initiativen beiträgt, Bildungsangebote bereit stellt, Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht und auch integrativ wirken kann. Das Projekt versteht FabLabs vor diesem Hintergrund als wichtige Ergänzung des „Ökosystems Stadtentwicklung“.

Unser Team:
Felix Mutzel (Veranstaltunsgbetreuung)
Jeanette Niqué (Veranstaltunsgbetreuung)
Andreas Ostrowski (Pädagogische Betreuung)

Partner: